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MaxKneru: Ein Caller entscheidet niemals das Spiel allein

Moin Maximilian, vielen Dank, dass Du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Erzähle unseren Lesern bitte kurz wer Du bist und welche Position Du in unserem Team einnimmst.

Grüße, ich bin der Max, ganzer Name in diesem Fall Maximilian. Ich bin 20 Jahre alt, komme aus Magdeburg, der Hauptstadt von Sachsen-Anhalt und ganz kurz gesagt werde ich die Rolle des In-Game-Leaders einnehmen.

Danke Dir für deine kurze Vorstellung. Auf welche Dinge musst Du als Ingame-Leader besonders achten, damit dein Team erfolgreich spielt?

Beim meinem derzeitigen Team muss ich insbesondere darauf achten, dass eine gewisse Struktur während des ganzen Spiels entsteht. Klingt natürlich selbstverständlich, aber es entsteht häufig Unruhe, welche ich zu verhindern versuche, damit die Kommunikation auf der ganzen Map zwischen verschiedenen Spielern klar und deutlich stattfinden kann. Besonders lege ich meinen Fokus darauf, dass jeder seine jeweilige Rolle während der spezifisch angesagten Runde versteht, damit es nicht zu Problem zwischen Spielern kommt und mehr Ruhe im TeamSpeak herrscht und nicht alle zwei Sekunden Fragen aufkommen, was zu machen ist. Ich versuche also so gut es geht an jedem Ende einer Runde den Plan vorzuschreiben, beziehungsweise die Richtung anzugeben. Außerdem beachte ich die individuellen Stärken meiner Spieler und versuche sie in meinen Gameplan miteinzubringen, um ihr höchstmögliches Potential zu nutzen. Sehr wichtig ist mir auch, außerhalb eines Spieles, dass jeder sich nochmal mit den vorgeschriebenen Strategien auseinandersetzt und diese verinnerlicht, damit es zu keinerlei Problemen kommen kann. Neben dem Aimtraining sollten auch niemals die Granatenkenntnisse drunter leiden.

Vielen Dank für den Einblick in den Tagesalltag eines Ingame-Leaders. Würdest Du diese Rolle als wichtigste in einem Team beschreiben oder ist hier das Zusammenspiel der einzelnen Rollen die Maxime?

Im Großen und Ganzen ist die Rolle des Ingame-Leaders, eine auschlaggebende Rolle im Team. Jedoch würde ich behaupten, dass ein sehr guter Caller niemals das Spiel allein entscheiden kann. Jeder muss seinen Part erfüllen und die jeweilige Situation richtig bewerten und ausspielen. Der Ingame-Leader gibt die Richtung an, damit sich die jeweils anderen Rollen auf sich selbst konzentrieren können und wenn kein harmonisches Zusammenspiel zwischen allen herrscht, kann man eine Runde auch nicht gewinnen. Von daher finde ich schon, dass es eine wichtige Rolle ist, aber es gibt insgesamt in einem Team keine unwichtigen Rollen.

Wir gehen in deiner eSport-Geschichte mal ganz an den Anfang. Was war dein erstes Computer/Videospiel, dass Du jemals gespielt hast?

Also mein allererstes Computerspiel habe ich im Alter von 4 Jahren gespielt und das war das im Jahre 2005 veröffentlichte Rennspiel Need for Speed: Most Wanted, welches mir mein Vater nähergebracht hatte. Gefolgt von anderen Rennspieltiteln in den Folgendem Jahr, auch die von Nintendo, bekannt unter den Namen Mario Kart, auf der Nintendo GameCube Spielekonsole.

Wie hast Du den Weg von Rennspielen zum Taktik-Shooter CS:GO gefunden?

Im Großen und Ganzen war ich schon von klein auf sehr an Videospielen interessiert und habe mich dafür begeistert. Ich habe im jungen Alter jedoch erstmal die altersgerechten Spiele für mich genutzt, wie zum Beispiel die bekannte The Legend of Zelda-Reihe und mehrere Pokemonspiele, welche zu dieser Zeit äußerst beliebt waren. Langsam aber sicher habe ich im Alter von ungefähr 12/13 Jahren das Genre des First Person Shooters durch meinen Onkel entdeckt. Um genau zu sein die Halo Spiele auf der Xbox 360-Spielekonsole. Diese haben mich eine sehr lange Zeit lang an die Konsolenspiele gefesselt hat und der PC in den Hintergrund rückte. Zurück an den Computer hat mich sogar kein Shooter gebracht, sondern das Einzelspielerspiel Skyrim: Der fünfte Teil der Elder Scrolls Reihe, welches meine Aufmerksamkeit dadurch erregte, dass ich schon Oblivion, welches der vierte Teil war, bereits für mehrere Stunden voller Begeisterung gespielt habe. Die Rückkehr an den Computer hat mich wieder mit einem Freund zusammengebracht, den ich bereits seit -  Stand heute -  9 Jahren kenne. Er besaß zu dem Zeitpunkt den Taktik-Shooter Counter-Strike: Global Offensive, an dem ich um ehrlich zu sein, kein großes Interesse  zur besagten Zeit hatte. Jedoch bestand er darauf, dass ich es unbedingt mit ihm spiele und schenkte es mir zu meinem 16. Geburtstag. So unspektakulär wie dies auch klingt, ist dies der Grund, warum ich bis zum heutigen Tage dieses Spiel besitze und ich tatsächlich eine äußerst große Leidenschaft für dieses Spiel entwickelt habe.

Die Maus und Tastatur werden nun einmal beiseite gelegt. Wie verbringst Du deine Freizeit abseits von CS:GO am Liebsten?

Am Liebsten verbringe ich meine Freizeit, außerhalb von CS:GO mit meinen Freunden draußen, welches sich leider aufgrund der derzeitigen Situation eher zurückgestellt hat, zusammen mit dem Studium. Sehr gerne gehe ich wenn es sich ergibt zum Bowlen, eine Tätigkeit, die ich mittlerweile schon seit mehreren Jahren ausübe, jedoch nicht mit Training, sondern einfach wegen dem Spaßfaktor. Ich besitze einen eigene/n Ball/Kugel sowie auch Schuhe, die ich mir zugelegt habe vor ca. 4,5 Jahren. Natürlich spiele ich auch hin und wieder andere Spiele in meiner Freizeit, aber momentan sehr selten.

Was studierst Du genau und wie kam es, dass Du diese große Leidenschaft fürs Bowlen entwickelt hast?

Ich studiere momentan Informatik und dies mittlerweile im dritten Semester, da ich mich sehr gerne im Allgemeinen für Technik interessiere und natürlich auch im Allgemeinen mit Computern auseinandersetze. Kurz und knapp gesagt kam die Begeisterung für das Bowlen durch meinen, damals hobbymäßig Kegel spielenden Vater. Der hat nach einer langen Inaktivität das Bowlen für sich entdeckt und mich schon von klein auf mitgenommen. Als ich langsam größer wurde, durfte ich auch selber mitmachen und habe schnell bemerkt wie viel Spaß ich, an den größtenteils in meinem Freundeskreis uninteressanten Sportart, habe. Über mehrere Jahre hinweg ging ich gemeinsam mit meinem Vater über ganze zwei Stunden lang auf die Bowlingbahn, was ich liebend gerne wieder einführen möchte, nachdem sich die Corona-Situation ein wenig beruhigt und angenehme Bowlingcenter wieder eröffnen, in meiner Umgebung.

Das jetzige Team ist ja nicht das einzige Team, für welches Du in deiner Laufbahn gespielt hast. Gebe uns kurz einen Überblick über deine bisherigen Stationen im eSport.

Mein allererstes Team womit ich richtig angefangen habe auch zu trainieren, war das organisationslose Division-3-Team „Team X“ in der fünfzehnten Season der 99Liga, wo ich unter anderem schon zusammen mit dem Spieler „Private“ gespielt habe. Nächste Season wechselten wir zur Organisation Aequitas eSport. Unter ihr spielte ich die sechzehnte Season der 99Liga weiterhin mit dem Spieler „Private“ und drei neuen Spielern, darunter fand sich der auch hier vertretende Spieler „KleinerSpion“. Nach dieser spannenden Season und leider einem sehr knappen 3. Platz, entschied ich mich erstmal dafür, eine Pause aus zeitlichen Gründen einzulegen. Schließlich kam auch sehr schnell wieder eine große Lust auf, Team-CS zu spielen. Dann kam es zu einer Wiedervereinigung mit dem guten „Private“, da wir viel in Kontakt standen. Ich habe zusammen mit dem Spieler „Engels“ nach einem Team gesucht, was uns dann zu den Epic-Dudes-Academy-Leuten führte, wo wir auf den immer freundlichen „Pewman“ trafen. Dies war dann die letzte Station bevor es mich zu teamKR-Royal Estate führte.

Wie schätzt Du euch im Vergleich zu den gegnerischen Mannschaften in der ESL Meisterschaft by 99Damage - Frühling 2022 ein?

Ganz ehrlich muss ich gestehen, dass wir insgesamt auf dem Papier, als eines der etwas schlechteren Mannschaften auftreten und viele uns auch so einschätzen. Jedoch finde ich unsere Trainingseinheiten sehr zufriedenstellend und erkenne schon sehr viel Verbesserung im Teamplay. Außerdem sind wir stets bemüht uns so schnell es geht weiter zu entwickeln. Insgesamt, wenn wir weiterhin die noch verbleibenden Tage intensiv nutzen, sehe ich uns schon in der Lage uns gegen das ein oder andere Team mit einem 2 : 0 durchzusetzen.

Vielen Dank für deine Zeit, die letzten Worte gehören dir:

Ich habe zu danken für die gestellten Fragen. Ansonsten vielen Dank an alle, die mich und die anderen in der letzte Season schon begleitet und unterstützt haben. Wir werden definitiv Gas geben, um eine gute Performance auf dem Server abzurufen.

Erstellt von: DOUGALEXIS Veröffentlicht am: 4. Februar 2022 12:00