News > eSport 08.12.2010 um 07:59 Uhr
Turtle Entertainment ändert den EPS-Spielmodus
Es könnte für unseren Verein die erste Teilnahme an einer ESL Pro Series werden, wenn sich unser Team in der LAN-Relegation behaupten kann. Ein wichtiger Schritt hierbei wäre ein Sieg im ersten Spiel über Hardware4u. Gewänne man diese Partie und auch das Folgeduell, könnte teamKR den neuen Modus hautnah miterleben.


Die Disziplinen der ESL Pro Series Season 18

Die Disziplinen der kommenden Spielzeit wurden bereits vor einiger Zeit der Öffentlichkeit preisgegeben, dennoch seien sie hier der Vollständigkeit halber und zwecks der allgemeinen Übersicht kurz angeführt. Weichen müssen insgesamt drei Titel, namentlich sind dies Quake Live, Call of Duty IV und Dawn of War II: Chaos Rising, die allesamt in der aktuellen Saison den Status einer Supported Pro Series inne hatten. Man beschränkt sich im Hause Turtle Entertainment fortan auf die folgenden Haupttitel:

  • Counter-Strike (5on5)
  • Counter-Strike: Source (5on5)
  • StarCraft II (1on1)
  • FIFA 11 (2on2 Coop)
  • Trackmania Nations Forever (1on1)


Modus der ESL Pro Series Season 18

Gruppenphase

Zu Beginn der Gruppenphase stehen das Seeding und das Auslosen der einzelnen Gruppen. Hierbei gelangen die Teilnahmer der Alienware Finals der Vorsaison in den ersten Lostopf - analog geht es bis zu den Qualifikanten, die die Relegation überstanden haben, weiter. Demnach werden wir ab der kommenden Spielzeit vor den Playoffs keine Duelle zwischen den vermeintlichen Topteams mehr zu sehen bekommen, da die Mannschaften der einzelnen Lostöpfe auf die jeweiligen Gruppen verteilt werden. Es folgen, nachdem die Gruppen per Los bestimmt wurden, Hin- und Rückspiele. Die Gruppenphase bestreiten alle 16 Teams, je vier Mannschaften in vier Gruppen. So ergeben sich sechs Duelle für jeden Teilnehmer, die über den Einzug in die Playoffs entscheiden. Die Gruppenersten und -zweiten erreichen die Playoffs, die Dritt- und Viertplatzierten müssen sich in den Playdowns gegeneinander beweisen.

Obgleich noch nicht bekannt ist, ob es auch neue Maps in die ESL Pro Series schaffen werden, gibt es scheinbar bei Turtle Entertainment doch eine interessante Überlegung zum Thema Maps, die man bereits öffentlich angedeutet hat: Da man im Prinzip mit dem Gruppensystem eine Art Heim- und Rückspiel schafft, will man eventuell die Heimmannschaft bei der Mapwahl bevorzugen. Im Klartext heißt das, die Maps werden künftig wohl nicht mehr in Form eines Mapcycles vorgegeben, sondern durch ein Voting oder wie auch immer für die Teams beeinflussbar werden. Hierdurch soll erreicht werden, dass auch die vermeintlich schwächeren Teams die "Großen" mit einer ordentlichen Vorbereitung ärgern können. Durch den Zeitraum von acht Wochen, in dem diese Gruppenphase ausgetragen werden wird, verlängert sich auch die Vorbereitungszeit auf einzelne Duelle minimal.

Zudem wird die Pro Series "communityfreundlicher", Turtle Entertainment lässt die Fans mitentscheiden, welche Partie während der Gruppenphase auf einem Intel Friday Night Games (IFNG), also im LAN, gespielt werden soll. Die Zahl der IFNG sinkt wohl auf vier pro Saison. Fraglich hierbei ist allerdings generell, ob dies an der Auswahl der Teams etwas ändern wird. Die größe der Fanbase der etablierten Mannschaften könnte dazu führen, dass trotzdem die gleichen Verdächtigen vor Publikum agieren werden. In jedem Fall ist es aber ein kluger Schachzug von Turtle Entertainment, da durch diese Abstimmungsmöglichkeit die Fans mehr eingebunden werden und mit der ESL Pro Series allgemein und ihrem Lieblingsteam im Speziellen mehr sympathisieren. Davon könnten letztendlich wiederum die Szene allgemein und damit auch die vermeintlichen Underdogs langfristig profitieren.


Playdowns

Die Playdowns werden quasi an das derzeitige System der EPS-Relegation angeglichen. Es wird im Best-of-Three-Modus und Double-Elimination gespielt. Daraus resultiert, dass man, um in der EPS zu verbleiben, zwei Siege erzielen muss. Gelingt dies nicht, muss ma sich gegen die EAS-Teams durchsetzen, die auf der LAN-Relegation warten. So zumindest die allgemeine Vermutung, eine Ankündigung zur Änderung des Prozederes rund um die Relegation wurde jedenfalls nicht gemacht. Die Playdowns werden wohl via Internet ausgetragen werden.


Playoffs

Der Modus der Playdowns ist ansich bekannt, aber die Playoffs wurden komplett neu erdacht. Es soll so ablaufen, dass jeweils ein Gruppenerster gegen einen Gruppenzweiten einer anderen Gruppe antreten muss. Hierbei ist bislang unbekannt, mit wem sich beispielsweise der Gruppenerste von Gruppe A duellieren wird - gegen den Zweiten der Gruppe B, C oder D? Man weiß es nicht, es wurde nicht publiziert. Wir wissen aber, dass insgesamt acht Mannschaften an den Playoffs beteiligt sein und diese so mit dem Viertelfinale beginnen werden. Zwei dieser Spiele werden parellel auf einem einzelnen IFNG ausgefochten werden. Die Zuschauer entscheiden wohl wieder mit über die Auswahl der jeweiligen Matches und auch über die Tatsache, ob Counter-Strike oder Counter-Strike:Source gezeigt werden soll. Ab dem Halbfinale werden gänzlich alle Partien im LAN ausgetragen; die Halbfinals wiederum je auf einem weiteren IFNG, das Finale dann auf den EPS Finals. Man verringert also die Teilnehmerzahl von vier auf zwei Teilnehmer. Dadurch, dass die Playoffs zwar im Best-Of-Three-Modus (Best-of-Five in Starcraft 2) gehalten sind, man aber dafür vom Double-Elimination abrückt, verringert sich allgemein die Zahl der Spiele. Trotzdem will man seitens Turtle Entertainment scheinbar an den zweitägigen Finals im Kölner Tanzbrunnen festhalten. Geht man davon aus, dass der Modus für alle Spiele gleich sein wird, bedeutet das im Endeffekt, der Fan bekommt dort bei nur noch fünf EPS-Titeln summa summarum ganze fünf Matches zu sehen - und das über zwei Tage verteilt. Wie soll das funktionieren? Wer wird dann noch die Finals besuchen? Wird Turtle Entertainment die Lücke zwischen den wohl deutlich kürzeren Spielzeiten schließen können?



Der neue Modus in der grafischen Übersicht

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Meinung zum neuen System
Jay-yO über Starcraft und das neue System

teamKR
Julian Fladerer
Player (SC2)
"Im Bezug auf StarCraft2, ist die Änderung von BO3 auf BO5 in den Playoffs sicherlich am entscheidendsten, da dadurch die Spiele sehr viel interessanter und spannender werden. BO 5 verlangt den Kontrahenten konstante Leistungen über einen größeren Zeitraum ab und ein aussichtsloses Match, kann durch die höhere Anzahl an Runden noch einmal gewendet werden. Dadurch ist es nicht so leicht, sich durch ein Match zu "cheesen"! Ich persönlich, finde das neue System der EPS nicht besonders gut, da ich Gruppenphasen nicht wirklich spannend finde, da oft lächerliche Konstellationen in den einzelnen Gruppen durch das Zufallsprinzip entstehen. Und so die EPS vieler Topmatches beraubt wird. Außerdem erschließt sich mir nicht wirklich der Sinn weniger Matches und IFNG’s pro Season zu absolvieren, außer die ESL möchte sparen! Was ich allerdings sehr gut finde, ist das BO5 System in den Playoffs, da ich BO5 in der GSL auch immer lieber sehe als BO3. Das System hat wie vieles Vor- und Nachteile, deswegen muss man abwarten, ob sich das neue EPS-System etabliert oder floppt."

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Kommentare: 2
Seite [1]
Testa Rossa

02.08.2013

Ort: Baden
Beiträge: 113
# 1 - 08.12.2010 um 21:54 Uhr

Man munkelt im internen EPS-Forum geht einiges...
Jay-yO

12.10.2012

Ort: Berlin
Beiträge: 36
# 2 - 09.12.2010 um 08:33 Uhr

schöner artikel!

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