News > eSport 31.01.2018 um 16:00 Uhr
Mehr Platz, weniger Inhalt - DreamHack 2018
Am vergangenen Samstag fuhren das dritte Jahr in Folge 'Wick' und 'Luxifa' zur DreamHack Expo nach Leipzig. Hier ein persönlicher Rückblick zum Event.

DreamHack
Über 18.500 Menschen fanden am vergangenen Wochenende den Weg nach Leipzig, zur DreamHack 2018. Bereits die dritte Auflage des deutschen Ablegerszog eSport-Begeisterte in die Messehallen und bot ein schönes Wochenende. Neben einer LAN-Party mit rund 1.700 Teilnehmern fand auch dieses Jahr wieder die DreamExpo statt. Eine Messe rund um unser liebstes Hobby.

Im ersten Jahr war es lediglich eine Halle, geteilt in Expo und LAN. Im zweiten Jahr wurde die LAN-Party in eine separate Halle ausgegliedert, dafür kam aber der Pokémon-Bereich hinzu. Dieses Jahr wurde die Expo in einer Halle alleine präsentiert. Mehr Platz. Aber die Halle wirkte dadurch leerer.

Dreamhack Leipzig 2017
Das Willkommensplakat der Dreamhack


DreamHack - Der LAN-Bereich
Wie jedes Jahr konnten sich die Teilnehmer der LAN-Party nicht über schlechte oder zu warme Luft in ihrer Halle beschweren. Das bekommen die Veranstalter wirklich gut hin! Ansonsten war der LAN-Bereich wieder einmal sehr gut organisiert und durch den Luxus der eigenen Halle auch viel Platz. Ein großer Essensstand in der Ecke und weitere kleinere Snackstände in der Halle waren sogar mit Tischen und Stühlen ausgestattet.

Dreamhack Leipzig
Ein Blick in die LAN-Halle


Es gab dieses Jahr große Turniere in Counter-Strike: Global Offensive, League of Legends, Hearthstone, Heroes of the Storm, Rocket League und Overwatch. Dazu weitere 21 Turniere. Also Abwechslung und Beschäftigung gab es vor Ort auf jeden Fall genug.

Am Samstagnachmittag war die Halle recht leise, einige schliefen und andere spielten vor sich hin. Aber irgendetwas von einem Wettkampf im LAN-Bereich war nicht zu spüren.

DreamExpo - Nach vier Stunden alles gesehen
Der Messebereich wurde Jahr für Jahr von der Fläche größer, was natürlich für die Besucher praktisch ist, da mehr Platz bedeutet, besser durch die Gänge zu kommen. Doch im Gegenzug wirkte die Halle nicht gefüllt. Wenn jetzt die Notausgänge und Fluchtwege abgezogen werden, war immer noch genug Platz, mehr als das Gebotene anzubieten. Trotzdem ist die Anzahl der Aussteller erneut gestiegen. Unabhängig von der Menge des Angebotes fehlte auch deutlich eine Auswahl. So war noch im ersten Jahr ein Poker-Stand und im zweiten Jahr ein Lasertag-Stand als Alternative zum eigentlichen eSport, so fehlte dieses Angebot dieses Jahr gänzlich. Überall standen immer wieder Konsolen herum. Die Playstation 4 und Nintendo Switch war allgegenwärtig. Klar, es machte Spaß die Switch mal testen zu können, doch nach der dritten Runde an einer Konsole kam der Gedanke auf, was man vor Ort eigentlich für 21,- EUR erwartet.

Immerhin gab es das eine oder andere kostenlose Mitbringsel. Jedoch war die Ausbeute in den vergangen Jahren besser. Diesmal bekam ich ein paar Schlüsselanhänger, ein 5,- EUR Gutschein vom Media Markt und ein paar Sticker.

Dreamhack Leipzig
Werbeslogan am DreamStore von Media Markt

Das dritte Jahr in folge hat der Media Markt eine Verkaufsfläche angeboten. Dieses Jahr mit richtig günstigen Grafikkarten. Der Ansturm war entsprechend und viele Personen waren auch mit neuer Hardware unter dem Arm durch die Messe gelaufen. Frei nach dem Motto 'einfach mal beim Preis cheaten'. Ein passender Werbeslogan für eine eSport-Messe.

Live Events - viele freie Plätze
Neben diversen Möglichkeiten selbst zu spielen gab es auch wieder mehrere Bühnen, auf denen diverse eSport-Turniere zu bestaunen waren. Aufgrund des Platzvorteils, wurden auch alle Bühnen mit reichlich Stühlen ausgestattet. Dadurch war auch während den Spielern in der Regel noch ein Sitzplatz zu finden. Immerhin gab es vier bestuhlte Bühnen dieses Jahr. Die Turniere als solches wurden in Hearthstone, Rocket League und StarCraft 2 ausgetragen.

Dreamhack Leipzig 2016
Die StarCraft-2-Bühne kurz vor Beginn eines Spiels


Die Zuschauerreaktionen waren die Jahre zuvor an den Bühnen lautstark. Die Stimmung war entsprechend gut. Ein lauter Jubel oder ein lautes Raunen ging bei entsprechenden Spielszenen durch die gesamte Halle. Da dieses Jahr Counter-Strike: Global Offensive nicht vor Ort ausgetragen wurde, fehlte ein Publikumsmagnet. In den vergangenen zwei Jahren waren bei CS:GO-Spielen die Sitzplätze alle belegt. Scheinbar zieht Rocket League, StarCraft 2 und Hearthstone keine Leute dauerhaft vor eine Leinwand. Das beste Beispiel wird wohl das Erlebte sein: Rund 15 Minuten saßen ein paar Leute vor uns an der Rocket League-Bühne und warteten den Spielstart ab. Wenige Minuten, ehe das Spiel los gegangen ist, standen die Personen in der Reihe vor uns auf und wurden nicht mehr gesehen. Pech für die entsprechenden Leuten. Denn das Spiel war äußerst spannend und ein echter Hingucker.

Sieger der Hauptevents
  • Hearthstone: Florian 'Zanananan' Marschner
  • Rocket League: PSG eSports
  • StarCraft 2: Joona 'Serral' Sotala


Stimmung gab es nur wo etwas umsonst gab
Sehr verwunderlich war wohl, dass bereits um 10:30 Uhr die ersten Messemitarbeiter an gewissen Ständen sich in einem unzugänglichen Bereich zurück gezogen haben, während die ersten Gäste vor Ort waren. Ebenfalls mehr als seltsam war, dass bei einer Runde Forza auf XBox diese plötzlich ausgeht und auch nach wenigen Minuten das entsprechende Personal vor Ort keine Reaktion auf Support zeigte.

Dreamhack Leipzig
Team ALTERNATE vor Ort

Das es aber auch anders geht zeigten die anderen. Neben den klassischen Geschenke, die in die Menge geworfen wurden, gab es auch wieder die Möglichkeit gegen Profispieler zu spielen. So zum Beispiel durfte eine junge Frau gegen den CS:GO-Spieler 'stfN' antreten. Selbstverständlich hat der Profi-Spieler in einem 1on1 auf einer Aimmap kurzen Prozess gemacht. Trotzdem bekam die Teilnehmerin ein Trostpreis überreicht.

Dreamhack Leipzig
Ein glücklicher Gewinner im Pool der Plastikbälle

Amazon machte es dieses Jahr ganz anders: Ein Pool voller Plastikbälle und die Suche nach dem Ball mit dem Stern ging los. In einer kurzen Zeit musste der Teilnehmer den entsprechenden Ball finden und bekam dafür einen Preis überreicht. Die Idee kam so gut an, dass man hier mit einer Wartezeit von mindestens 60 Minuten rechnen musste.

Cosplayer kamen erst am Nachmittag
Auch dieses Jahr gab es wieder einen Cosplay-Wettbewerb am Samstagabend. Da dieser erst für 18 Uhr angesetzt war, kamen nur langsam die entsprechenden Teilnehmer in ihren durchaus gelungen Verkleidungen in die Halle. Neben den Klassikern aus League of Legends waren auch viele Overwatch-Helden zu sehen.
Eine bunte Mischung war vor Ort zu sehen, was eine solche Messe fast schon alleine zu einem Highlight machen kann.

Dreamhack Leipzig
Cosplayerin


Mein Fazit zur DreamHack 2018 in Leipzig
User
'Luxifa'
1. Vorsitzender
"Ganz ehrlich: Es war keine 21,- EUR wert. Konsolen kann ich auch zu Hause oder bei Freunden spielen. Uninteressante Turniere gibt es täglich auf Twitch zu sehen. Der Grund meiner Fahrt war der, dass ich die Mitspieler des PUBG-Club-Teams persönlich kennenlernen durfte.

Für mich hat die DreamHack Expo eindeutig an Qualität eingebüßt. Nach weniger als vier Stunden habe ich mir alles angeschaut und teilweise sogar schon zweimal. Es fehlte an Abwechslung und auch an Ideen der Veranstalter. Wenn die DreamHack 2019 nicht deutlich nachbessert, war dieses Jahr wohl mein letzter Messebesuch."


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Location: Berlin
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Kommentare: 3
Seite [1]
tobs

24.05.2018

Ort: Bochum
Beiträge: 427
# 1 - 01.02.2018 um 19:44 Uhr

Wir Zeit für nen teamKR Messestand
zoeren

17.05.2018

Ort: Berlin
Beiträge: 9
# 2 - 01.02.2018 um 21:09 Uhr

@tobs Aber nur mit dir als Luxifa-Cosplay
marc

24.05.2018

Ort: Duisburg
Beiträge: 1053
# 3 - 04.02.2018 um 01:12 Uhr


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